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08.10.18
Erfahrungsbericht - Meister für Kraftverkehr

#meineMeisterStory - mit Biss und viel Disziplin bis zum Meistertitel

Wenn es nach meinen Eltern gegangen wäre, dann wäre ich Bankkaufmann oder was Ähnliches geworden. Das wollte ich aber nicht, denn mit Zahlen beschäftige ich mich nicht gerne. Mit 17 habe ich mich bei der Marine beworben, aber ohne Ausbildung konnte ich nicht die Position antreten, die ich mir vorgestellt hatte. Deshalb habe ich eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer gemacht. Ewig im LKW zu sitzen war aber nicht mein Ziel. Ich hatte mir vorgenommen alles Wissen mitzunehmen, das ich kriegen kann, denn das kann mir niemand mehr nehmen. Nach einem kurzen Abstecher im mittleren Dienst bei der Bundespolizei, habe ich mich für einen Meisterkurs für Kraftverkehr bei der MeisterAkademie Graf entschieden und zwar in Vollzeit.

Eine unvergessliche Zeit

Im Kurs waren wir nur 7 Leute, eine tolle Truppe. Ich war mit 23 der Jüngste, der Älteste war 48. Die Zeit werde ich nie vergessen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, uns geholfen und dabei viel gelacht. In der Gruppe waren wir stark, haben uns motiviert und wenn ich etwas nicht verstanden habe, dann hat es mir ein Kamerad nochmal erklärt und es hat Klick gemacht. Als Einzelkämpfer wäre es bestimmt schwerer gewesen.

Mein Lieblingsfach war Arbeitsrecht. Aus meiner Zeit bei der Bundespolizei wusste ich noch wie man mit Gesetzestexten umgeht und konnte den anderen im Kurs helfen. Kosten- und Leistungsrechnen war dagegen nicht mein Fall. Das hat sich auch nachher bei der Meisterprüfung bemerkbar gemacht.

Die ersten Prüfungen waren eine Herausforderung für mich

Vor der ersten AEVO (Ausbilder-Eignungsprüfung) habe ich mir sehr viel Druck gemacht, wollte keine Fehler machen und bin leider schriftlich und in der Praxis durchgefallen. Für mich aber kein Grund es nicht nochmal zu probieren. Und beim zweiten Mal hat es geklappt. Da ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Ich hatte fast Tränen in den Augen.
Im November muss ich dann auch die Meisterprüfung nachholen. Es haben mir beim ersten Versuch 5 Punkte gefehlt. Total ärgerlich. Ich habe mein Ziel aber weiter fest im Blick, bin motiviert und im November wiederhole ich die Prüfung. Im Moment fahre ich täglich LKW. Das heißt, dass ich nach der Arbeit noch lernen muss. Das ist gar nicht so einfach. Ich habe aber ein festes Ziel vor Augen. Das hilft mir diszipliniert zu Lernen. Jetzt habe ich auch nicht mehr so viel Angst vor der Prüfung. Ich weiß was mich erwartet und kann entspannter an die Sache ran gehen. Ich werde alles geben, um zu bestehen.
Allen, die mit dem Gedanken spielen ihren Meister zu machen, denen kann ich nur sagen: schreibt euch im Unterricht viel auf, habt keine Angst zu fragen, seid regelmäßig da, dann wird das auch was.

Christian Kart ist 24 Jahre alt. Er hat bei der MeisterAkademie Graf den Vollzeit-Kurs zum Meister für Kraftverkehr absolviert. Jetzt drücken wir die Daumen für die Prüfung im November.