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19.10.18
Anforderungen an Führungskräfte

Führungskraft sein und bleiben – vom Mitarbeiter zum Chef

Bis zur Position der Führungskraft ist es ein längerer Weg, umso größer die Freude, wenn die Stelle dann endlich erreicht ist. Wer aus der Position eines Angestellten in eine Führungsposition wechselt, der stellt sich nach einer Weile vielleicht die Frage: Bin ich ein guter Chef? Sie könnten Ihre Mitarbeiter fragen. Vielleicht möchten Sie aber gar nicht hören was dabei herauskommt. Die Wahrheit kann ja oft ganz schön unbequem sein.

Respekt gibt’s nicht kostenlos zur Beförderung dazu

Um die neue Position zu bekommen haben Sie sicherlich hart gearbeitet und diese Stelle durch Ihre fachliche Kompetenz bekommen. Jetzt liegt es an Ihnen diese Kompetenz einzusetzen um den nötigen Respekt und die Achtung ihrer Mitarbeiter zu bekommen. Sie müssen nicht jede Woche nach Feierabend eine Kiste Bier spendieren oder plötzlich versuchen besonders witzig zu sein, um bei den Angestellten gut anzukommen. Wer nachvollziehbar handelt, klare Anweisungen gibt und seine Mitarbeiter respektvoll behandelt, der dürfte sehr erfolgreich sein als Führungskraft.

Mitarbeiter sollten niemals Blitzableiter sein

Ist irgendetwas absolut schiefgelaufen? Sie sind so sauer, dass Sie gar nicht wissen wohin mit ihrer Wut? Dann sollten Sie jetzt auf keinen Fall mit ihren Mitarbeitern reden. Wer wie ein Berserker plötzlich Bürostühle durchs Büro tritt, wütend Gegenstände in die Ecke pfeffert oder seine Mitarbeiter anbrüllt, der wird bei seinen Angestellten sicherlich nie als geeignete Führungskraft akzeptiert.
Das gleiche gilt für Konfliktgespräche mit Mitarbeitern. Bleiben Sie ruhig und sachlich, auch wenn vielleicht die Arbeitseinstellung oder etwas Sie wahnsinnig aufregt. Wer persönlich angegriffen oder gar angebrüllt wird, der macht zu, ist nicht mehr empfänglich für Ihre Argumente oder er fängt genauso an zu brüllen wie Sie und dann haben Sie beide nichts gewonnen. Argumentieren Sie auf beruflicher, sachlicher Ebene – versuchen Sie schon im Vorfeld das Gespräch durchzugehen und sich die Gegenargumente des Mitarbeiters vorzustellen, dann können Sie in der tatsächlichen Situation entsprechend vorbereitet reagieren.

„Der soll sich nicht so anstellen“ – Burn out wird kleingeredet

In Zeiten der Personalkürzung aus Kostengründen bekommen immer weniger Mitarbeiter immer mehr Aufgaben zugeteilt. Oft mit dem Kommentar des Chefs: „Dauert doch nur fünf Minuten länger“. Die Folge daraus: Aufgrund der hohen Belastung in deutschen Unternehmen, melden sich immer mehr Arbeitnehmer wegen psychischer Belastung krank. Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat für die aktuelle Studie "So arbeitet Deutschland" über 1.500 Arbeitnehmer und Freiberufler zu ihrer Arbeitssituation befragt. Dabei kam heraus, dass das Thema psychische Gesundheit von Seiten der Arbeitgeber häufig nicht ernst genommen wird. Unter den Befragten sind laut Ergebnis 77 Prozent, die sich im Job unter Druck gesetzt fühlen. Schuld daran ist, laut 30 Prozent davon, der Chef. Es ist also an Ihnen das Arbeitsklima zu gestalten. Dabei ist es wichtig auch Klagen von Mitarbeitern ernst zu nehmen und gegebenenfalls etwas an seinen Arbeitsumständen zu verändern. So entsteht bei Ihren Mitarbeitern das Gefühl, dass sie ernst genommen und respektiert werden. Das wiederum schafft ein angenehmeres Arbeitsklima.

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