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05.09.19

Als Meister im Ausland arbeiten

Wer in Deutschland ausgebildet wurde, gilt im Ausland grundsätzlich als gefragte Fachkraft. Allerdings gibt es im Ausland keine Übersetzung für den Titel Meister IHK. Es ist geplant den Titel Bachelor Professional einzuführen. Aktuell diskutiert die Bundesregierung noch über diese Bezeichnung. Denn theoretisch gilt der Meister als gleichwertig mit einem Bachelor-Abschluss. Dies bei einer Bewerbung für eine Stelle in einem Unternehmen im Ausland zu erklären ist häufig umständlich. Beschreiben Sie deshalb lieber Ihre bisherige Berufserfahrung und die Inhalte Ihrer Weiterbildung. So kann sich der Zuständige ein Bild von Ihnen machen.

Viele deutsche Unternehmen arbeiten international

Ideal ist es natürlich, wenn Sie bereits für einen Betrieb arbeiten, der Standorte im Ausland hat. Sich für eine Stelle dort zu bewerben ist oft eine sehr gute Möglichkeit Auslanderfahrung zu sammeln. Sie können sich natürlich auch bei einem international agierenden Unternehmen in Deutschland bewerben. Der Vorteil dabei ist, dass der Personalabteilung dort der Titel Meister IHK bekannt ist.

Bewerben als Meister im Ausland

Nur in der Schweiz und in Österreich gibt es Fortbildungen, die mit dem deutschen Meisterbrief vergleichbar sind. Im Rest Europas gibt es keinen Meisterzwang. Deshalb werden Stellen oft für Ingenieure ausgeschrieben. Wenn Sie sich die Aufgaben anschauen, werden Sie feststellen, dass durchaus ein Meister in der Lage ist diese Aufgaben zu erfüllen. Die jeweilige Sprache des Landes fließend zu sprechen, bringt bei der Bewerbung natürlich einen großen Vorteil. Zur Not reichen auch sehr gute Englischkenntnisse. Dabei sollten Sie bedenken, dass Sie auch für die Kommunikation mit Auszubildenden und Mitarbeitern zuständig sind. Die Landessprache zu sprechen erleichtert Ihnen den Einstieg in den neuen Job.

Dänemark sucht Fachkräfte aus Deutschland

In Dänemark haben Unternehmen große Probleme Fachkräfte zu finden. Es herrscht nahezu Vollbeschäftigung, deshalb sind gut ausgebildete Fachkräfte aus Deutschland dort sehr willkommen. Wer sich nicht festgelegt hat welches Land es sein soll, der wird leichter einen gut bezahlten Job im Ausland finden. Im Internet gibt es zahlreiche Stellenbörsen. Die AHK (Deutsche Auslandshandelskammer) hat auch eine Beratungsstelle, bei der sich interessierte Bewerber für Auslandsjobs melden können.

Auslandserfahrung macht sich gut im Lebenslauf

Wer nicht gleich auswandern möchte, sondern nur etwas Auslandserfahrung sammeln möchte, der hat bei seiner Rückkehr sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn Auslandserfahrung macht sich gut im Lebenslauf und sorgt dafür, dass Sie sich von anderen Bewerbern abheben.

Foto: Kurhan/ Fotolia