Förderungen u.a Aufstiegsbafög (früher Meisterbafög)

Weitere Information zu verschiedenen Fördermöglichkeiten

Aufstiegsbafög / AFBG

Die Ausbildung zu einem Meister (z.B. Industriemeister Metall, Industriemeister Elektrotechnik, Logistikmeister oder Meister für Kraftverkehr) ist für viele sehr kostenintensiv. Einige Teilnehmer werden von ihrem Unternehmen unterstützt, zum Teil vollständig, zum Teil anteilig, einige über die Deutsche Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, oder aber dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (Bfd).

Eine ebenfalls sehr gute Förderungsmöglichkeit der Ausbildung zum Fach- und Industriemeister bietet das Aufstiegsbafög, früher auch Meisterbafög genannt. Die Meister-Ausbildung ist als anerkannte Fortbildung meist mit einem umfassenden Zeitaufwand und hohen Kosten verbunden.

Förderungsbeispiele eines Fach- und Industriemeisters in Teilzeit bei unseren Meisterkursen:

  • Die Kursgebüren / Lehrgangsgebühren der Meisterausbildung sowie die IHK Prüfungsgebühren werden mit 40% durch das Aufstiegsbafög gefördert. Aktuell liegt die Förderungshöchstsumme bei 15.000€. Fehlt der Teilnehmer mehr als 30% je Maßnahme, kann das Bafögamt die Förderung komplett zurückfordern.
  • Das Aufstiegsbafög ist für die Kursgebühren / Lehrgangsgebühren einkommensunabhängig.
  • Mit Ihrem Antrag auf das Aufstiegsbafög leitet das Bafögamt bei erfolgreicher Bewilligung den Antrag automatisch an die staatliche KfW-Bank weiter. Hier können die restlichen 60% der Prüfungs- und Kursgebühren zu günstigen Konditionen finanziert werden.
  • Der Darlehensanteil der KfW-Bank kann in Anspruch genommen werden, muss es aber nicht. Wer das Darlehen der KfW-Bank nicht benötigt, weil er anderweitig finanziell abgesichert ist, kann nur den rückzahlungsfreien Zuschuss in Anspruch nehmen und somit auf das Darlehen verzichten.
  • Darlehensteilerlass in Höhe von 40 % bei bestandener Prüfung zum Fach- oder Industriemeister.
  • zusätzlicher Darlehensteilerlass vom Restdarlehen in Höhe von 33 % bis zu 66 % bei Existenzgründungen, die zu neuen Arbeits- oder Ausbildungsplätzen führen

Förderungsbeispiele eines Fach- und Industriemeisters in Vollzeit bei unseren Meisterkursen:

  • siehe Förderungsbeispiele bei Teilzeit.
  • Zudem kann bei Vollzeitunterricht ein monatliche Unterstützung für den Lebensunterhalt beantragt werden. Auch dieser besteht zu einem Teil als Zuschuss und zu einem Teil als Darlehen der KfW Bank. Für Alleinstehende gibt es maximal 768€ / Monat, pro Kind kommen 235€ / Monat hinzu. Alleinerziehende können zusätzlich 130€ an monatlichen Zuschuss für die Kinderbetreuung bekommen. Verheiratete ohne Kind erhalten bis zu 1.003€ an monatlicher Unterstützung.
  • Die Förderung zum Lebensunterhalt ist, im Gegensatz zu den Kursgebühren / Lehrgangsgebühren, einkommens- und vermögensabhängig. 

Steuerliche Vorteile der Meisterausbildung

Bei einer Weiterbildung z.B. zum Industriemeister fallen zahlreiche Kosten an, die steuerlich abziehbar sein können. Die wesentlichen Vorteile im Überblick:

  • Aufwendungen für Arbeitsmittel, die im Zusammenhang mit der Weiterbiildung benötigen werden, können häufig als Werbungskosten geltend gemacht werden, genauso wie die Kosten für die Teilnahme an einer Weiterbildung (z.B. Prüfungs- und Kursgebühren).
  • Fahrtkosten können ebenso als Werbungskosten geltend gemacht werden, wie ggfs. Verpflegungspauschalen und das Lernen in privaten Lerngruppen.
  • Bei der Inanspruchnahme des Darlehensanteils des Aufstiegs-BAföGs sind auch die Zinsen dafür im jeweiligen Zahlungsjahr als Werbungskosten abzugsfähig. Das gilt auch dann, wenn die Zinsen erst nach Abschluss der Fortbildung gezahlt werden. Die Rückzahlung des Darlehens selbst (Tilgung) ist dagegen nicht abzugsfähig – egal ob die Rückzahlung des Darlehens in Raten oder in einem Betrag erfolgt. Das gilt nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs auch für die Raten zur Rückzahlung eines BAföG-Darlehens (Az. VI R 41/05).

Angaben ohne Gewähr. Bei Fragen zu steuerlichen Vorteilen im Rahmen der Weiterbildung wird zudem empfohlen einen Steuerberater zu konsultieren!

Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung)

Interessenten für die Weiterbildung zum Meister, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und besondere Leistungen bei ihrer Ausbildung und/oder im Beruf nachweisen können, haben die Möglichkeit auf eine Begabtenförderung.

Voraussetzung für das Weiterbildungsstipendium (Begabtenförderung) sind:

  • das Ergebnis der Berufsabschlussprüfung mit mind. 87 Punkten oder besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote mindestens 1,9) oder
  • eine besonders erfolgreiche Teilnahme an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb oder
  • den begründeten Vorschlag des Ausbildungsbetriebs oder der Berufsschule nachgewiesen sein.  

Der Antrag muss vor dem Lehrgangsbeginn bei der betreffenden Kammer gestellt werden.